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Q&A mit Jessica Syroka, Business Analyst bei Rail-Flow

Sie arbeitet dort, wo Nutzerbedürfnisse und Code aufeinandertreffen: zwischen der Roadmap, den Kundinnen und Kunden, und den Entwicklerinnen und Entwicklern, die aus Ideen Produkt-Features machen.

Veröffentlicht am
29 Oct 2026

Jessica Syroka, Business Analyst bei Rail-Flow, erzählt, wie aus den Zielen auf der Produkt-Roadmap Konzepte werden, auf denen die Entwicklung aufbauen kann, wie KI ihre ersten Entwürfe beschleunigt und wie sie die Vielfalt der Kundenbedürfnisse in eine Oberfläche übersetzt, die für alle funktioniert.

Jessica arbeitet dort, wo Nutzerbedürfnisse und Code aufeinandertreffen: zwischen der Roadmap, den Kundinnen und Kunden, und den Entwicklerinnen und Entwicklern, die aus Ideen Produkt-Features machen. Wir haben mit Jessica darüber gesprochen, was eine Business Analyst hinter den Kulissen eigentlich macht, wie aus einem Konzept ein Feature wird, woran sie gerade arbeitet und warum sie die neue Rail-Flow App ihr letztes „Baby“ nennt.

Viele kennen den Titel „Business Analyst“, aber wie die Rolle im Alltag aussieht, ist weniger offensichtlich. Kannst du uns einen Blick hinter die Kulissen geben?

Ich bin seit zwei Jahren bei Rail-Flow. Angefangen habe ich im Team des Rail Transport Management System (RTMS) und war vom ersten Tag an Business Analyst, mit dem Schwerpunkt UI/UX-Design. Daher komme ich auch: Vor Rail-Flow war ich als UI/UX-Designerin im Bereich LKW-Transport, Tracking und IT für Logistikplattformen tätig und habe diese Erfahrung in den Schienengüterverkehr mitgebracht.

Im Kern ist meine Aufgabe Konzeptarbeit. Ich bekomme die nächsten Themen von der Roadmap und schaue mir zuerst an, was eigentlich das Ziel aus Kundensicht ist. Wenn das nicht hundertprozentig klar ist, starte ich mit dem, was ich im UI/UX als Empathize-Phase gelernt habe: Wie ist es heute, was fehlt, wo liegt der Pain Point? Dafür hole ich mir auch direktes Kundenfeedback. Das Ergebnis ist ein Konzept, das für die Entwicklung die Single Source of Truth ist: das Warum, der heutige Stand, was wir lösen wollen und vor allem, wie es für die Nutzerinnen und Nutzer aussehen soll, abgebildet in Klickdummies und Prototypen.

Welche Rolle spielt KI in diesem Prozess?

Meine Konzepte erarbeite ich heute mit Unterstützung von KI. Aus dem Kontext und der Idee entsteht der erste Entwurf schon innerhalb von ein paar Stunden. Mit Abstimmung und Rework dauert ein Konzept normalerweise ein paar Tage, bei komplexen Themen auch etwas länger.

Wenn ein Konzept fertig ist, übergeben wir es an die Entwicklung. Die Entwicklerinnen und Entwickler lesen es oder geben es der KI als Ausgangspunkt weiter und schreiben und prüfen auf dieser Basis den Code. Trotzdem ist das sehr viel Teamwork: Es gibt oft Rückfragen oder Feedback und wir tauschen uns eng aus. Das Ganze läuft asynchron, das heißt, während ein Konzept entwickelt wird, arbeite ich schon am nächsten.

Was ist die größte Herausforderung in deiner Arbeit?

Die eigentliche Herausforderung im UI/UX-Design liegt weniger in der Technik als bei den Menschen: Jeder Kunde bringt eigene Prozesse, Arbeitsabläufe und Gewohnheiten mit, und die Oberfläche soll sich für alle natürlich anfühlen. Ein Button, der für ein Team genau an der richtigen Stelle sitzt, passt für ein anderes Team vielleicht nicht zur gewohnten Leserichtung. Genau hier spielt uns Oracle APEX, unsere Entwicklungsumgebung, in die Karten. Die Komponenten bringen ein bewährtes, vordefiniertes Verhalten mit, das uns eine stabile Basis gibt, und das jüngste APEX-Update bietet noch mehr Flexibilität, um darauf aufzubauen. Wir nutzen es bereits und setzen diese Flexibilität im Rahmen eines KI-Pilotprojekts schon ein. Unsere Nutzerinnen und Nutzer können sich auf eine noch intuitivere Benutzeroberfläche freuen!

Unser Anspruch ist, die Prozesse jedes Kunden so genau wie möglich abzubilden und gleichzeitig Lösungen zu bauen, die für die gesamte Nutzer-Community funktionieren. Das ist eine bewusste Entscheidung: Eine gut gestaltete Lösung wird mit jedem Kunden besser, der sie nutzt, während bei zehn verschiedenen Varianten in einer Plattform keine davon sich weiterentwickelt. Die eigentliche Kunst liegt also darin, die beste Lösung für möglichst viele Kunden zu finden, ohne die Komplexität unnötig zu erhöhen.

Woran arbeitest du gerade?

Zuletzt habe ich das Bulk-Edit überarbeitet, das Massenbearbeitungstool für die Origin Destinations im Purchase & Tender Management (PTM) und im Rail Offer Management (ROM). Man kann es sich wie Excel vorstellen: Spalten statt Formularfelder. Kundinnen und Kunden hatten weitere Ideen eingebracht, die wir jetzt ins Konzept aufgenommen haben, und es liegt aktuell bei der Entwicklung.

Als Nächstes kommen die Customizable Fields. Dabei geht es um die Frage, welche zusätzlichen Felder ein Requester in der Antwort des Providers haben möchte, zum Beispiel den CO2-Ausstoß oder andere individuelle Felder, die noch präzisere Antworten ermöglichen.

Bonusfrage: Du nennst die neue Rail-Flow Go App dein letztes „Baby“. Was kannst du uns schon verraten?

Rail-Flow Go ist jetzt im Abschluss und bereit für die Übergabe. Angefangen hat alles mit einfachen Screen Designs, und ich habe von Anfang an mitgestaltet, wie die App aussieht. Inzwischen ist daraus eine echte App geworden. Da Rail-Flow Go auf Purchase & Tender Management und Rail Offer Management basiert, bekommt sie das neue Rail-Flow Corporate Design gemeinsam mit diesen Produkten.

Rail-Flow Go ist bald im App Store und auf Google Play erhältlich. Bleiben Sie dran!

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